Wie schreibt man einen Yoga-Blog???

Gute Frage. Seit Monaten versuche ich einen gescheiten Einstieg zu finden und verschiebe das Vorhaben immer wieder auf den Tag, wenn ich die richtige Idee habe, das perfekte Thema finde oder die Umstände (Zeit, Wetter, Schlafstatus…) es zulassen. Viele von uns haben das Aufschieben von unangenehmen, langweiligen oder anstrengenden Aufgaben perfektioniert. Wir (er-) finden Gründe warum wir z.B. den Wohnungsputz aufschieben (Wetter zu schön/zu schlecht), obwohl wir wissen, dass er letztendlich doch gemacht werden muss und wir es ebenso gut auch jetzt machen können. Wir trauen uns nicht, unseren Chef nach der längst fälligen Gehaltserhöhung fragen (so viel bin ich eh nicht wert). Oder wir verlegen den Schnupperkurs im Yogastudio immer wieder auf die nächste Woche, obwohl wir neugierig sind, was es mit Yoga auf sich hat und ob es uns wirklich helfen kann unsere innere Unruhe und unsere Verspannungen zu lösen.

Die Gründe für dieses Verhalten sind vielfältig: Unsicherheit, Angst etwas falsch zu machen, sich zu blamieren, mit seiner eigenen Schwäche konfrontiert oder kritisiert zu werden… Also warten wir auf den perfekten Moment in dem einfach alles wie ein Puzzel zueinander passt. Aber die Wahrheit (falls es so etwas gibt, aber das ist ein anderes Thema 🙂 ) ist: es gibt nicht den perfekten Moment  – zumindest gibt es keinen der besser wäre als JETZT. Es werden immer neue, andere, unerwartete und ungeplante Umstände auftauchen, die uns wieder abhalten unser Vorhaben umzusetzen.

Und deshalb sitze ich an diesem heißen Donnerstag zwischen zwei Yoga-Terminen auf dem Balkon unserer neuen Wohnung, blicke auf die beeindruckende Kulisse der Frankfurter Skyline, habe noch immer keine wirkliche Idee, kein konkretes Thema, sondern schreibe einfach drauf los. Um zu üben. Zu üben, den Moment zu nutzen und Unangenehmes nicht mehr vor mir herzuschieben oder es zu ignorieren und ENDLICH diesen Blog ans Laufen zu bekommen :-). Und während ich schreibe entstehen und immer mehr Gedanken wie von selbst.

Also: schnapp dir dein Putzzeug, mach einen Termin beim Chef, schmeiß dich in deine Yoga-Klamotten oder nimm dir deinen Laptop und putze, verhandele, übe oder schreibe drauf los. Jetzt.

Bis hoffentlich bald, Ilke

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